Altbausanierung mit Gipsfaser-Platten

Über den Dächern Wiens

26.06.2019
In Wien Währing wurde ein bestehender Altbau, der Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, saniert. Das ausgebaute Dachgeschoss bietet Platz für zwei großzügig angelegte Wohnungen. Sie wurden zur Gänze mit Gipsfaser-Platten ausgeführt.

Der revitalisierte Wohnungsaltbau in der zentral gelegenen Theresiengasse im 18. Wiener Gemeindebezirk ist ein wahrer Blickfang: Er beherbergt nicht nur ein Geschäftslokal im Erdgeschoss und 12 sanierte Wohneinheiten auf insgesamt drei Etagen, sondern „setzt noch eins drauf“ – und das im wahrsten Sinn des Wortes: Hoch oben thront ein zweigeschossiger Dachausbau mit einer eindrucksvollen Portalverglasung aus verzinkten und beschichteten Stahlprofilen, der auch im Inneren einiges zu bieten hat. Der Wiener Architekt DI Wesam Nassar, der die Planung des Gesamtprojekts innehatte, ließ nach den umfangreichen Abbrucharbeiten im Dachgeschoss zwei geräumige Wohnungen in Loft-Manier mit jeweils 250 und 115 Quadratmetern entstehen, die hofseitig auch kleine Loggien aufweisen. „Die zwei anspruchsvoll gestalteten Dachgeschosswohnungen punkten einerseits mit ihrem offenen, geradlinigen Wohnkonzept und andererseits durch ihre Langlebigkeit“, so Nassar.

Ökologische Baustoffe
Diese Langlebigkeit wird durch den Einsatz hochwertiger und nachhaltiger Baustoffe gewährleistet. „Der ökologische Faktor hat bei diesem Bauvorhaben eine große Rolle gespielt. Ich habe Produkte verwendet, die sowohl in ihrer Herstellung die Umwelt nicht belasten als auch für ein gesundes und behagliches Raumklima sorgen“, erläutert Nassar.
Als es um den Trockenbau im Bereich des Innenausbaus ging, fiel die Wahl auf Gipsfaser-Platten von Fermacell, da sie erwiesenermaßen keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten sowie die Luftfeuchtigkeit regulieren und so das Risiko von Schimmelbildung minimieren. Sie entsprechen der Wasserdampf-Adsorptionsklasse WS II, was bedeutet, dass sie hinsichtlich ihrer feuchteausgleichenden Fähigkeiten direkt mit Lehmputzen vergleichbar sind und so das Raumklima maßgeblich positiv beeinflussen. Hinzu kommt ein geringes Quell- und Schwindverhalten. – Ideal für dieses Projekt.
„Das gesamte Dachgeschoss wurde mit der besonders stabilen und belastbaren fermacell® Gipsfaser-Platte 12,5 mm ausgebaut“, beschreibt Bauleiter Wolfgang Eisinger von der Firma Tüchler Ausbau, welche für die Verarbeitung der Gipsfaser-Platten verantwortlich war. „Insgesamt kamen fast 2.200 Quadratmeter zum Einsatz. Die einzelnen Platten – etwa 870 Stück – wurden angeliefert und vor Ort auf der Baustelle mit Tauchkreissägen und Führungsschiene zugeschnitten. Die Montage erfolgte so äußerst passgenau und konnte in der dafür geplanten Zeit problemlos fertig gestellt werden.

Vielseitige Platte
Die hohe Stabilität der fermacell® Gipsfaser-Platte 12,5 mm ist auf das spezielle Herstellungsverfahren zurückzuführen, bei dem recycelte Papierfasern, Gips und Wasser unter hohem Druck zusammengepresst werden. Darüber hinaus bietet sie hervorragende Schallschutz- und Brandschutzeigenschaften.
„Da bei doppellagiger Verarbeitung von fermacell® Gipsfaser-Platten die erste Lage ohne Verklebung, nur stumpf gestoßen und ohne Zwischenspachteln möglich ist, konnten wir unsere Arbeiten in wesentlich kürzerer Zeit durchführen“, so Eisinger. Die Trockenbauwände (mit Doppelbeplankung) wurden als Vorsatzschale, auf Schwingbügelständerprofile mit dazwischen liegender Steinwollplattendämmung, auf Bestandsmauerwerk und Stahlbetonwände (Feuermauerwerk) ausgeführt. „Dank der exklusiven Marmorino-Fleckspachtelung erhalten die hochwertigen Platten zudem noch einen edlen Anstrich“, betont Architekt Nassar.

Frisch gestrichen
Eine Face-Lift erhielt auch die Fassade des Wohngebäudes, die nicht nur mit Vollwärmeschutz thermisch saniert wurde, sondern auch in frischer hellbeiger Farbe strahlen darf. „Wir haben dabei darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter der Hausfassade zu erhalten und sie nur ein bisschen zu ,verjüngen“, so Nassar. – Das positive Feedback zahlreicher Anrainer beweist, dass dies sehr charmant gelungen ist.


 
Projekt: DACHGESCHOSSAUSBAU, THERESIENGASSE, 1180 WIEN
Bauphase:  Juni 2017 bis Juni 2019
Bauherr: P-Immo GesmbH
Architektur und Planung: Wunderkammer Architects ZT GmbH, Architekt DI Wesam Nassar
Trockenbau-Systeme: Fermacell GmbH, NL Österreich, Beratung – Gerald Kern, 2355 Wiener Neudorf, www.fermacell.at
Verarbeitung: Tüchler Ausbau, Wolfgang Eisinger und Philipp Horvath, www.tuechler-ausbau.at



Achtung: NEUER FIRMENNAME
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branch of James Hardie Europe GmbH

IZ NÖ-Süd
Straße 15,
Objekt 77 | Eingang 3 | 2. OG
2355 Wiener Neudorf


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Bildmaterial

BLICKFANG. Das Dachgeschoss des revitalisierten Altbaus in Wien Währing beherbergt großzügig ausgebaute Loft-Wohnungen.
Dachgeschoss des revitalisierten Altbaus in Wien Währing

(Bildnachweis: Wunderkammer Architects ZT GmbH)




NACHHALTIG. Aus ökologischen Gründen wurden die Trockenbauarbeiten ausschließlich mit Gipsfaser-Platten ausgeführt.

Trockenbauarbeiten mit Gipsfaser-Platten

 

Trockenbauarbeiten mit Gipsfaser-Platten

(Bildnachweis: Tüchler Ausbau)

 


DESIGN & FUNKTION. Dank des Einsatzes der besonders stabilen fermacell® Gipsfaser-Platten werden auch hervorragende Schall- und Brandschutzeigenschaften – auch im Nassbereich – gewährleistet. Eindrucksvoll ist auch die Portalverglasung.
Fensterfront
Verglasung

(Bildnachweis: Wunderkammer Architects ZT GmbH)





FASSADENSANIERUNG. Auch die Außenfassade wurde renoviert ohne ihren Charakter zu verändern.
Fassadensanierung

(Bildnachweis: Wunderkammer Architects ZT GmbH)
 

 

 

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