Kein Spiel mit dem Feuer

26.09.2018

In Wien Liesing wurde vor kurzem ein neuer, moderner Wohnpark mit hohem Freizeitwert und sehr guter Verkehrslage fertig gestellt. Zu den größten Herausforderungen zählten Brandschutzmaßnahmen, die mit Trockenbauprofi fermacell optimal gelöst wurden.

 

In der Walter-Jurmann-Gasse 2C im Liesinger Stadtteil Atzgersdorf hat die BUWOG Ende August 2018 das Wohnprojekt RIVUS III realisiert. Es ist eines von vier Projekten, dass sich zum Gesamtprojekt RIVUS (47.000m²) dazu gesellt und dabei jeglichen Wohnkomfort bietet: Schließlich liegen die drei Gebäude, die insgesamt 181 Mietwohnungen gemäß Wiener Wohnbauinitiative beherbergen, nahe dem idyllischen Liesingbach, sind infrastrukturell gut erschlossen und nicht zuletzt von gepflegten Grünflächen umgeben.

 

Der Startschuss für den Baubeginn des ambitionierten Projekts fiel im Dezember 2016. Zu den größten Herausforderungen zählten architektonische als auch bautechnische Detailentwicklungen wie beispielsweise anspruchsvolle Brandschutzmaßnahmen. „Die Wohngebäude zählen laut OIB Richtlinie 2 zur Hochhausgebäudeklasse“, erläutert DI Blagovesta Dimitrova vom verantwortlichen Architekturbüro Lorenz Ateliers. „Da ein Löschangriff ab einer Fußbodenoberkante von 22 Meter nicht möglich ist, galt es einen Brandüberschlag vom siebten zum achten Geschoss zu verhindern.“ Ein Vor- oder Rücksprung des Gebäudes war in dem Bereich aus technischen Gründen nicht möglich. Da laut OIB Richtlinie ein Abstand von mindestens 150 cm zwischen Fassadenöffnungen zu gewährleisten ist, war für das Gebäudekonzept ein nicht brennbares horizontales Vordach die logischste und einfachste Lösung.
Ursprünglich hatten die Projektbeteiligten an eine Fertigteillösung gedacht. „Von dieser Idee sind wir aber bald abgekommen, da der Rohbau zum damaligen Zeitpunkt zu weit fortgeschritten war und sich Bau und Montage zeitlich nicht ausgegangen wären“, ergänzt STRABAG-Projektteam DI Lisa Kern.

 

Smarte Lösungen
Das Material für das Brandschutzvordach musste für den Außenbereich geeignet sein, die vorgegebene Feuerwiderstandsklasse erfüllen und ein geringes Flächengewicht aufweisen. „Für unsere hohen architektonischen Anforderungen waren Oberflächenbeschaffenheit, witterungsbeständige Kanten, saubere Fugenausbildungen und Filigranheit eine Grundvoraussetzung“, so Dimitrova weiter.
Den Anforderungen hinsichtlich Brandüberschlag und Feuerwiderstand EI 90 wurde man mit zweilagig verlegten AESTUVER Brandschutzplatten von fermacell auf der gesamten Beplankungsfläche (250m²) gerecht. Die Unterkonstruktion besteht aus einer horizontal auskragenden, frei tragenden Stahlkonstruktion, die an einer Stahlbetonwand befestigt wurden. Ihre Untersicht und die Stirnseiten wurden mit AESTUVER Brandschutzplatten, die Oberseite mit Holzwerkstoffplatten bekleidet und verblecht.

 

Bei den AESTUVER Brandschutzplatten handelt es sich um zementgebundene, glasfaserbewehrte Leichtbetonplatten, die sich speziell für den hochwertigen Brandschutz eignen. Da sie zudem frost-, wasser- und witterungsbeständig sind, sind sie für den Einsatz im Außenbereich prädestiniert. Daher wurden sie übrigens auch – in einem Ausmaß von 75 m² – für Balkon- und Terrassentrennwände verwendet.

 

„Der große Vorteil bei diesem Projekt war, dass die Platten nachträglich eingebaut werden konnten“, betont DI Stefan Breser vom gleichnamigen Holzbaubetrieb, der für das Verlegen der Platten als Subunternehmer verantwortlich war. „Wir haben die Rohplatten vor Ort auf der Baustelle zurecht geschnitten. Die Verarbeitung ging dabei besonders rasch und einfach von der Hand. Mit den Brandschutzplatten von AESTUVER haben wir das erste Mal gearbeitet und waren vom einwandfreien Material begeistert.“
Auch die Architekten sind sehr zufrieden: „Bei der Suche nach einem passenden Produkt haben uns die Materialeigenschaften der AESTUVER Brandschutzplatten von fermacell überzeugt und unsere anspruchsvollen Vorstellungen vollständig getroffen. Die leichte Verarbeitung und Wartung des Materials waren zusätzliche Vorteile, die zur endgültigen positiven Entscheidung geführt haben“, so Dimitrova abschließend.

 

Projekt: RIVUS III

Bauphase:

Dezember 2016 bis August 2018

Bauherr:

BUWOG (Projektleiter: DI Herbert Brunner)

Planung:

Lorenz Ateliers (Team Ausführung: DI Blagovesta Dimitrova)

Generalunternehmerin:

STRABAG AG (Projektleiter: Ing. Alexander Szostek)

Brandschutzprodukte (Bauplatz 4):

Fermacell GmbH, NL Österreich, Beratung – Harald Ballmüller, 2355 Wiener Neudorf, www.fermacell.at

Verarbeiter:

Holzbau Breser (Projektleiter: DI Stefan Breser)

 

Fermacell GmbH
NL Österreich
IZ NÖ-Süd
Straße 15,
Objekt 77 | Eingang 3 | 2. OG
2355 Wiener Neudorf

 

Kontakt für die Redaktion:
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Presse
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Susanne Span
Assistentin Marktraumleitung
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Bildmaterial

RIVUS III. Im Liesinger Stadtteil Atzgersdorf hat die BUWOG Ende August 2018 das Wohnprojekt realisiert.
Bildnachweis:BUWOG/Stephan Huger
 

Zu den größten Herausforderungen zählten architektonische als auch bautechnische Detailentwicklungen.
Bildnachweis:Fermacell_Rosmann

 

Den Anforderungen hinsichtlich Brandüberschlag und Feuerwiderstand EI 90 wurde man mit zweilagig verlegten AESTUVER Brandschutzplatten von fermacell gerecht.
Bildnachweis:Fermacell_Rosmann
 

Die Unterkonstruktion besteht aus einer horizontal auskragenden, frei tragenden Stahlkonstruktion, die an einer Stahlbetonwand befestigt wurden.
Bildnachweis: Lorenz Ateliers

 

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