Das erste klima:aktiv Passivhaus Österreichs mit rein mineralischer Wand baut auf YTONG
Nach nur wenigen Monaten Bauzeit konnten die Seitenstettener Bauherren ihr
massives Passivhaus beziehen. Den schnellen Baufortschritt ermöglichten die
geschoßhohen YTONG Systemwandelemente, die direkt per Kran versetzt werden.
Das besondere an dem Passivhaus ist der rein mineralische Wandaufbau. 30 cm
YTONG im Verbund mit 26 cm Mineraldämmplatten ergibt einen U-Wert von 0,11
W/m²K.
"Porenbeton ist durch seine ausgezeichneten bauphysikalischen Eigenschaften
ideal für energieeffizientes und ökologisches Bauen", betont
Xella-Geschäftsführer Ing. Claus Steiner. YTONG ist ökologisch, weil es
besonders Ressourcen schonend hergestellt und wertbeständig für
Generationen ist. YTONG steht für energieeffizientes Bauen, weil sich die
durchgehende Materialstruktur (isotrope Eigenschaften) ideal für
luftdichtes und wärmebrückenfreies Bauen eignet. Zum Vergleich: Das YTONG
Passivhaus in Seitenstetten erreicht die niedrige Luftwechselzahl von 0,26
1/h.
"Dem Bauherren war eine hohe Ausführungsqualität und in Folge dessen eine
gute Wohnqualität wichtig. Deshalb betreute ich ihn nach den klima:aktiv
Qualitätskriterien", skizziert Baucoach Ing. Franz Gugerell seinen Part
beim Bauvorhaben. Als logische Konsequenz war es Gugerell ein Anliegen das
Projekt auch nach diesen strengen Kriterien deklarieren zu lassen.
Das Ergebnis: ausgezeichnete 980 von 1.000 möglichen Punkten machen das
YTONG Passivhaus zum ersten klima:aktiv Passivhaus Österreichs mit rein
mineralischem Wandaufbau. DI Dr. Bernhard Lipp (Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Baubiologie und Bauökologie) und Ing. Günter
Lang (Geschäftsführer der IG Passivhaus Österreich) überzeugten sich
persönlich von der hohen Ausführungs- und Wohnqualität des ersten"mineralischen" klima:aktiv Passivhauses Österreichs.
In Seitenstetten steht das erste klima:aktiv Passivhaus Österreichs mit rein mineralischem Wandaufbau. Der Wandbaustoff kommt aus Loosdorf!
Perfekte Ausführung, minimale Betriebskosten: Mistelbacher Passivhaus mit U-Wert 0,074 W/m²K
Noch vor dem erstem Zeichenstrich am Reißbrett hatte Gerhard Nekam eine feste Vorstellung, wie es sich später in seinem neuen Haus leben lassen soll: „Die Bauphysik spielt für mich eine große Rolle. Ich wollte von Anfang an ein perfektes Raumklima. Niedrige Heizkosten wurden in meiner Planung erst später ein Thema.“ Zu Beginn der Informations- und Planungsphase wusste der gelernte Baupolier gar nicht, dass er dabei an ein Passivhaus denkt. „Erst auf Vorträgen bei den Baumessen wurde mir das klar.“
Die Baustoffwahl fiel auf YTONG
Als tragende Wandkonstruktion kam für Gerhard Nekam entweder YTONG, Beton oder EPS-Schalungselemente in Frage. Letztere schieden wegen unzureichendem Brandschutz aus und so fiel die Wahl schließlich auf YTONG. Nekam: „Als kostenbewusster Bauherr habe ich mich zum einen für das beste Preis-/Leistungsverhältnis entschieden und zum anderen für die Produktvorteile von YTONG. Für mich ist er der beste Baustein, weil er isotrop ist und damit in allen Richtungen die gleichen Eigenschaften zeigt sowie einfach, rasch und millimetergenau zu verarbeiten ist: die besten Voraussetzungen für luftdichtes, massives Bauen. Auch meine Kollegen sind von YTONG begeistert.“ Der gelernte Maurer muss es wissen. Schließlich hat er jeden, wirklich jeden Stein bei diesem Haus selbst vermauert.
Kein Licht aus dem Süden, dafür 70 cm Wandaufbau
Die tragende Außenwand hat er mit 30 cm dicken YTONG Verbundsteinen, Güteklasse P2, hochgezogen. Im Untergeschoss – das Haus ist in Hanglage gebaut – setzte er den 30 cm dicken YTONG Kellerplanstein, Güteklasse P4, ein. Das Mauerwerk packte er schließlich mit zweimal 20 cm, also 40 cm (!), EPS ein. Damit hat er die Energieoptimierung auf die Spitze getrieben. „Laut meiner Berechnung mit dem PHPP-Programm (Anm.: Passivhaus Projektierungs Paket des Passivhaus Instituts Darmstadt) ist bei meinem Haus mit 38 cm EPS das Energieoptimierungspotenzial praktisch erschöpft“, so der Tüftler. Apropos rechnen: „Man kann es drehen und wenden wie man will. Wenn man Anschaffung, Heizenergieaufwand und die solaren Gewinne in der Heizperiode mit meiner massiven Passivhauswand gegenüberstellt, dann rechnet sich kein Fenster, auch nicht südseitig“, so Nekam. Deshalb besitzt er das wahrscheinlich einzige Passivhaus in Österreich, das zum Süden hin keine Fenster bzw. Türen hat. Natürlich hat das Mistelbacher Einfamilienhaus nicht die Anmutung eines Tresors, sondern ist ein lichtdurchflutetes, modernes Wohnhaus. Alle Fenster sind nach Westen zum Garten hin ausgerichtet, nur Küchen- und Arbeitszimmerfenster sowie die Eingangstür zeigen nach Osten.
Passivhaus „at its best“
In der Holz-Pultdachkonstruktion und als Dämmung der Fundamentplatte kamen ebenfalls mehrere Lagen EPS bzw. XPS zum Einsatz. Das Ergebnis: Die Gebäudehülle hat einen durchgehenden U-Wert von 0,074 W/(m²K). Wärmebrücken haben bei Nekams Eigenheim keine Chance. Der Energieausweis gibt gerade mal 2 kWh/(m²a) Heizwärmebedarf aus, nach der strengeren PHPP-Berechnung liegt der Energiekennwert bei 7 kWh/(m²a). Die wahre Stärke des Gebäudes ist aber seine Luftdichtheit: Die volumenbezogene Luftdurchlässigkeit von n50=0,11/h lässt praktisch keine Energie unkontrolliert entweichen. Ein Wert, den laut Nekam bis zum Vorjahr noch kein anderes Einfamilienhaus in Österreich erreicht hatte. Und dabei erfolgte die Messung als noch nicht einmal die gesamte Fassade mit EPS verklebt war. „Das hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich den Rohbau aus YTONG perfekt errichtet hatte“, so Nekam selbstbewusst. Und er hat wirklich nichts dem Zufall überlassen. Die Auslasse für die Beleuchtung im Obergeschoss beließ er im oberen Bereich der YTONG Zwischenwände, um im Dach die Dampfsperre nicht durchtrennen zu müssen. Er achtete darauf, dass die Elektro- und Wasserinstallationen penibel genau ausgeführt werden, kein Körnchen zuviel wurde aus den YTONG Wänden rausgekratzt, alle Dosen satt eingeklebt.
Standard bei Passivhäusern ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Bei den Nekams speist eine Wärmepumpe mit 3,3 kW Heizleistung das Warmwasser, die Fußbodenheizung bzw. die Handtuchheizkörper in den Badezimmern.
Energiesparend aber trotzdem großzügig und komfortabel
Nur weil man in einem Passivhaus lebt, muss man nicht auf Komfort bzw. großzügige Wohnräume verzichten. Ganz im Gegenteil: Gerhard Nekam, seine Frau Natascha sowie ihre Söhne Jan, Jakob und Jonas können es sich auf 234 m² gemütlich machen. Fünf Schlafräume, zwei Bäder, drei Toiletten, ein großer Wohnbereich mit Küche, ein Arbeitszimmer sowie ein riesiger Hobbyraum im Keller (Passivhäuser haben bekanntlich keinen Brennstoffraum) bieten der Jungfamilie jede Menge Platz.
Die luftdichte Bauweise mit dem isotropen Massivbaustoff YTONG und die kontrollierte Wohnraumlüftung schaffen überdies ein angenehmes und konstantes Raumklima – der ideale Luftkurort, besonders, wenn man von Allergien geplagt wird.
Und wenn der quirlige, drahtige Baupolier nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, begibt er sich meistens noch ins Untergeschoss zum Fitnesstraining. Schließlich will der ehemalige Taekwondo-Staatsmeister in Form bleiben.